Resonanzbasierte Prüfung erkennt Porosität, Bindefehler und mikrostrukturelle Anomalien in AM-Bauteilen. Schneller und kostengünstiger als CT-Scanning.
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Häufig gestellte Fragen
Wie werden Fehler in 3D-gedruckten Metallteilen erkannt?
Die Impulse Excitation Technique (IET) erkennt Fehler durch Messung von Resonanzfrequenz und Dämpfung. Interne Hohlräume durch Porosität oder Bindefehler verringern die effektive Steifigkeit und senken die Resonanzfrequenz, während Rissflächen und Porenwände die Dämpfung (Q invers) durch Dissipation von Schwingungsenergie erhöhen. In LPBF A205-Aluminium-Gitterstrukturen identifizierten Frequenzunterschiede zuverlässig selektiv platzierte interne Defekte ohne die Kosten von CT-Scanning.
Welche Qualitätskontrollmethoden gibt es für die additive Fertigung?
Röntgen-CT liefert detaillierte 3D-Bildgebung, ist aber langsam und teuer. IET bietet einen ergänzenden Ansatz: ein einziger Klopfimpuls misst das gesamte Volumen jedes Bauteils in Sekunden und liefert GO/NOGO-Entscheidungen bei Durchsätzen von über 1.000 Teilen pro Stunde. Forschung an PBF-LB-Metallteilen hat gezeigt, dass IET nicht nur defekte von einwandfreien Teilen trennt, sondern Teile auch nach ihren Fertigungsprozessparametern mittels Z-Score-Statistikanalyse klassifiziert.
Kann die zerstörungsfreie Prüfung Porosität in additiv gefertigten Teilen erkennen?
Ja. IET erkennt Porosität über zwei unabhängige Indikatoren: Die Resonanzfrequenz sinkt, wenn Hohlräume die Gesamtsteifigkeit verringern, und die Dämpfung steigt, wenn interne Porenoberflächen Schwingungsenergie dissipieren. Dämpfung ist besonders empfindlich und signalisiert Porosität oft bevor die Frequenz eine messbare Verschiebung zeigt. In Kupferteilen, die durch 3D-Mikroextrusion hergestellt wurden, korrelierte IET den Elastizitätsmodul direkt mit der Dichte im Bereich von 96-99 %.
Welche Fehlerarten erkennt IET in AM-Bauteilen?
IET erkennt Bindefehler, Gasporosität, Delamination, Schichtfehler, unvollständige Verdichtung und Eigenspannungseffekte. Die Technik misst die kumulative mechanische Auswirkung aller Fehler auf das Schwingungsverhalten des Bauteils. Sie unterscheidet nicht zwischen Fehlertypen und lokalisiert sie nicht räumlich; dafür ist CT-Scanning oder Ultraschallprüfung als Zweitstufen-Methode an markierten Teilen erforderlich.
Ist eine 100 %-Prüfung für 3D-gedruckte Produktionsteile möglich?
Ja. IET ermöglicht eine 100 %-Prüfung in Produktionsgeschwindigkeit, da jedes Teil in Sekunden geklopft, gemessen und klassifiziert wird, ohne Bedienerinterpretation. Automatisierte Systeme vergleichen Resonanzsignaturen mit Referenzpopulationen und weisen Anomalien in Echtzeit zurück. Jede reproduzierbare Bauteilform funktioniert, einschließlich komplexer Gitterstrukturen, da IET Resonanz-Fingerabdrücke vergleicht, anstatt eine standardisierte Prüfstabgeometrie zu erfordern.